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Narbenmassage

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Eine Narbenmassage bewirkt eine starke Durchblutung im Narbengebiet und die Lösung bzw. Lockerung von Verklebungen im Bindegewebe.

Die nachfolgend beschriebenen Massagestriche sollten schnell und jeweils ca. 5-10 Mal ausgeführt werden:

  • Beginnen Sie mit der Umrandung des Narbengewebes (s. Animation)
  • Anschließend ziehen Sie mit einem Finger diagonale Striche im „Rautenmuster" (jägerzaunartig) über das Narbengewebe hinweg.
  • Dies geschieht in zwei Schritten: Massieren Sie zuerst alle parallel laufenden diagonalen Striche in die eine Richtung (je Strich 5-10 Mal wiederholen).
  • Anschließend massieren Sie die kreuzenden Linien in die andere Richtung (siehe Abbildung).

Im Anschluss an die Massage erfolgt ein sanftes, breitflächiges Ausstreichen über die Narbe und das umliegende Gewebe.

Die Anwendung entsprechender Wirkstoffe kann bereits die Entstehung von Narben deutlich reduzieren. Die in den Narbensalben enthaltenen Wirkstoffe wie Allantoin, Dexpanthenol und Harnstoff machen das Gewebe weich und geschmeidig. Einige Heilsalben enthalten auch ionisierte Spurenelemente und Elektrolyte, die den Heilungsprozess der Haut unterstützen und die Narbenbildung verringern.

Sie können bereits wenige Tage, nachdem sich die Wunde geschlossen hat, eine entsprechende Salbe auftragen. Damit beugen Sie einer unschönen Narbenbildung vor.

Aber auch bestehende Narben können behandelt werden. Die Wirkstoffe wirken direkt am Narbengewebe und fördern die Regeneration hin zur normalen, optisch unauffälligen Hautstruktur.

Auf frische Narben tragen Sie die Salbe oder das Gel 1-3 Mal täglich auf. Massieren Sie die Salbe sanft mit den Fingerkuppen ein, von der Narbenmitte nach außen, bis sie völlig in das Gewebe eingedrungen ist.

Sichtbare Erfolge erzielen Sie damit allerdings nur, wenn Sie die Behandlung konsequent über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten fortsetzen.

 

 
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