Propriozeption ist ein anderer Begriff für Bewegungsgefühl oder auch Tiefensensibilität - also das Zusammenspiel der Sinne für Stellung, Bewegung und Kraft.

Propriozeption ermöglicht uns eine Wahrnehmung der Stellung (Lagesinn) und der Bewegungen (Kinästesie) von Gelenken und Gliedmaßen. Weiterhin eine Abschätzung der notwendigen Muskelkraft (Kraftsinn) zur Einhaltung oder Veränderung von Positionen. Sie ist also die Voraussetzung für koordinierte Bewegungen und motorische Reflexe. ALLES LESEN

Diese Bewegungssteuerung kann durch verschiedene Faktoren gestört werden, z. B. durch Nervenverletzungen, durch Schädigungen am Bewegungsapparat (insbesondere an Gelenken, Sehnen, Bändern, Muskeln), und durch länger anhaltende Unbeweglichkeit.

Melden die Bewegungsmelder ans Gehirn, dass der Untergrund auf dem Sie stehen sehr glatt ist (z. B. Eis), werden Ihre Beinmuskeln eine andere Spannung aufbauen (Sie werden sich anders bewegen), als auf sicherem Untergrund. Melden die Schmerz- und Mechanorezeptoren, dass eine Störung/Verletzung im Gelenk vorliegt (wie nach einem Unfall oder einer OP), führt das erst einmal zur Einschränkung der Bewegungen. Ihr Bein fühlt sich steif und unbeweglich an.

Durch die folgenden Übungen können Sie Ihre Bewegungsfähigkeit erhalten bzw. wieder herstellen. Dies gelingt aber nur, wenn Sie regelmäßig trainieren - am besten täglich.

Kraft & Ausdauer
Verbesserung der Alltagsmotorik
Koordination & Propriozeption

Nun können Sie sich auch wieder an sportliche Aktivitäten wagen. Machen Sie aber vorerst nur Sportarten, die Sie sicher beherrschen und Bewegungen, die gut kontrollierbar sind.

Problematisch:

  • schnelle Richtungswechsel
  • unberechenbare Mitspieler/Gegner oder Kontaktsport
  • Belastungsanforderungen mit kräftigen Stopps und vielen Sprüngen

Verzichten Sie auf Sport, wenn Sie sich nicht fit fühlen oder müde sind. Denn dann können Ihre Muskeln nur verzögert auf Stabilisierungsanforderungen reagieren.

 
Das können Sie brauchen
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